Ausswärtssieg in Friedrichsthal

 

Hallo liebe Freunde des gepflegten Rasensports, dieses Mal wurde ich auserkoren, um euch aus Friedrichsthal zu berichten. Starten wir mal mit Samstagabend, die Suche im Vorbereitungstunnel der Ü35 war durchaus erfolgreich. Alle Akteure haben sich gefunden und um 23 Uhr war Zapfenstreich. Umso überraschender war, dass unser Haui sich trotzdem in der Nacht mit seiner geliebten Gans beim „Laubenpieper“ ablichten ließ, aber jedem das Seine.

Gut, nun starten wir den Sonntag: Alle Ballkünstler der Ü35 aus dem Dorf vor Summt waren durchaus pünktlich am Spielort angetreten. Auch der heißgeliebte Tankwagen mit Muschy war ebenfalls rechtzeitig vor Ort und hob die Laune der Mannschaft in den Himmel. Ab in die Kabine, dort gab es dann ein bis zwei IBO 600 und andere gut riechende Präparate, um die Muskulaturen auf die kommende Belastung vorzubereiten (ja so ist das im Alter). Der Trainer hielt noch seine taktische Besprechung mit allerhand motivierenden Worten und schon galt es frisch, fromm, fröhlich, frei die drei Punkte nach Hause zu holen.

Nach einem kräftigen Luftstoß des Schiedsrichters in Richtung Pfeife ging es dann auch pünktlich los. Der Ball rollte und in den ersten Minuten lief es eigentlich recht gut für uns auf dem durchaus schwierigen Geläuf. Der Platz war extrem tief und seifig, sodass alle Aktiven enorme Standschwierigkeiten hatten. Umso überraschender das frühe Gegentor. Ein langer Ball nach außen, ein kurzer Blick, ein Querpass an den 5m-Raum und schon zappelte der Ball im Netz. Danach verloren wir vorübergehend das Zentrum und die Hausherren kamen gut ins Spiel.

Dann zeigte aber unser Bomber Oliver Krahn, dass er durchaus eine exzellente Übersicht hat. Mit einem gefühlvollen Schlenzer über Mann und Maus hinweg, erzielte er das 1:1. Trotz heftigen Bemühens auf beiden Seiten ging es mit diesem Spielstand in die Halbzeitpause. In der Kabine gab es Tee und Kuchen und eine Ansage an unsere, im Zentrum des Geschehens stehenden Steven und Markusssen. Das Zentrum wurde zu leicht hergegeben und der Gegner so besser ins Spiel gebracht. Die Jungz nahmen es sich zu Herzen und gelobten Besserung.

Kurz danach folgte wieder dieser unglaublich starke Pfiff des Schiedsrichters. Jetzt kam es richtig hart für unsere Gegner, Basti „the Machine“ Siek netzte zum 1:2 ein. Was soll ich dazu noch schreiben? Unglaublich dieser Typ mit seinen blonden Haaren, Schultern so breit wie die von Stallone in besten Zeiten und der Leichtigkeit eines Uwe Seelers. Gegen drei Mann nickt er den weit geschlagenen Freistoß, ausgeführt von der Lichtgestallt Alexander „Ali“ Radeboldt, mit den Kopf in das Gehäuse der Gastgeber ein. Wahnsinn! Ein Ausrufezeichen! Da blieb einigen der Zuschauer die Spucke weg und uns der Atem.

Nun mussten die Gastgeber also wieder etwas tun und wir warteten auf den einen Konter, der den Deckel auf das Spiel machen sollte. Es ging hin und her, beide Teams schenkten sich nichts und lieferten sich ein Spiel auf Augenhöhe. In der 67. Minute dann ein richtig toller Spielzug. Der Ball wird hinten rechts erkämpft und geht auf Markussen. Markussen spielt direkt auf Steven und der spielt ebenfalls direkt in den Lauf von Basti. Dieser läuft genau in die Schnittstelle und ist schließlich alleine vor dem gegnerischen Keeper. Diese Chance lässt er sich nicht nehmen und erzielt das 1:3. Ein richtig feiner Spielzug unserer Ü35. Heftige Proteste von den Gastgebern, aber der Schiedsrichter entscheidet auf reguläres Tor. Ende der Diskussion!

Merkwürdigerweise herrscht direkt danach Unruhe bei uns. Positionen werden nicht gehalten und aus dem puren Nichts haut ein gewisser Danny Haberland uns doch tatsächlich das 2:3 rein. Das sollte aber an uns abprallen und so spielten wir die restliche Zeit mit gewohnter Ruhe runter. Noch ein bis vier fadenscheinige taktische Wechsel. Ein bis drei Hochkaräter vom Bomber (leider alle vergeben) und dann kam er endlich, der von uns ersehnte letzte Pfiff des gut agierenden Schiedsrichters Tochtenhagen. Aus, aus, das Spiel ist aus und ich durfte mich einreihen in der Liste der Schreiberlinge der Ü35.

Eins noch: ich bin stolz und freue mich riesig ein Teil dieser großartigen Mannschaft zu sein und muss mich bei euch allen für die tolle Aufnahme in die Mannschaft und im Verein bedanken. Nun gilt es, sich ordentlich vorzubereiten, um am 11.12, 10 Uhr, zum Derby im Dorf hinter Summt anzutreten.

Eure Nummer 14,

Markussen

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